Gestern hatte während meiner Arbeitszeit einen verpassten Anruf einer Uni-Lüneburg-Nummer – auf meinem Handy. Als ich dort zurückgerufen habe, habe ich zwar eine Menge verschiedener Leute erreicht, aber alle behaupteten unisono, mich hätte keiner angerufen. Auch mein Hinweis, dass ich mich ja durchaus auf einen Studienplatz auch an der hiesigen Uni beworben hatte (wurde übrigens angenommen – aber das ist ja nun eh Wurst), taten sie als irrelevant ab, da sie (landete irgendwo bei der Studienberatung) mit den Bewerbungen nichts zu tun hätten. Hmmm, mein Handy fantasiert ja nicht… nun gut.
Vorhin klingelte also mein Handy – mit der gleichen Nummer. Diesmal war ich (K) aber in Reichweite und hatte eine Dörte (D) am Apparat (sinnwahrend gekürzt):

K: “Moin, Maddin hier.”
D: “Hallo, Dörte hier aus dem Studentensekretariat [oder so... hab vergessen, was genau] – ich spreche doch mit Martin?!”
K: “Ja, in der Tat, wie kann ich behilflich sein?”
D: “Du hattest dich ja als Ersatz-Tutor angeboten, da wollte ich dich…” (ich unterbrach sie)
K: “Äh nein, hab ich nicht.”
D: “Äh doch, steht hier aber. Martin Könich. Und deine Telefonnummer stimmt ja auch.”
K [schmunzelnd]: “KOENICH ist mein Spitzname, nicht mein richtiger Nachname, ich heiße MeierMüllerSchulz. Ich bin auch seit ‘nem knappen Jahr gar kein Student mehr, was mich wohl für Tutorien eh disqualifiziert… ich habe mich jedoch gerade wieder als Student beworben! Ich arbeite allerdings an der Uni, wenn also Fragen bezüglich der Cumulus-Bilderdatenbank, irgendwelcher webredaktioneller Dinge oder EDV in Präsidium oder Bib bestehen, bin ich der richtige Ansprechpartner.”
D [verwirrt]: “Umm, ja… das ist bestimmt auch alles sehr interessant… aber du hast dich wirklich nicht als Tutor beworben?”
K [mit Nachdruck]: “Nei-jen, da muss sich wohl jemand einen Scherz erlaubt haben…”
D [ergeben]: “Dann versteh ich auch, warum ich gestern gefragt wurde, ob ich einen Martin MeierMüllerSchulz angerufen hätte [als ich wohl zurückrief], ich aber nur einen Martin Könich suchte… Nun ja, dann -äh- noch einen schönen Tag, ne?”
K: “Ebenso, auf Wiederhörn!”

Jetzt wüsste ich ja schon gerne, wer sich da solche Spässkes erlaubt hat – ich fand’s witzig. Die scheinen das also gar nicht groß zu überprüfen… wer weiß – vielleicht wäre ich im Nachhinein mein eigener Tutor geworden?!

12. August 2008, 14:43 Uhr

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Bisher 2 Kommentare zum Artikel

  1. Kommentar von Inspektor

    die Aktion finde ich witzig. Nur schade, dass ich nicht dahinter stecke

  2. Kommentar von fabian

    Wenn es jemand geplant hat, dich zu verar…. , ist es gelungen.
    Ich war es jedenfalls nicht.

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