Da ich ja bis zum Studium noch ein bisschen Zeit habe und diese möglichst sinnfrei nutzen möchte (abgesehen von der leidigen Arbeit ;) ), habe mich dieses Wochenende daran gemacht, den aktuellen Referenz-Shooter Crysis zu daddeln. Schließlich hab ich mir die neue GraKa nicht nur zum Scherz gekauft, sondern muss sie ja auch mal fordern.
Und das tut das Spiel in genügendem Maße, ich bin begeistert. Eigentlich wollte ich hier ein kleines Video einstellen, anscheinend gab’s aber Probleme beim Upload zu Vimeo, hole ich noch nach, derweil kommt hier ein Trailer:

Näheres zum Spiel: Die Story scheint standard zu sein: Man ist Elite-Soldat einer ultrageheimen Einheit und steckt in einem “Nano-Suit”, ein Anzug, der je nach Lust und Laune einem entweder verstärkte Kugelsicherheit, erhöhte Geschwindkeit, höhere Körperkraft oder kurzzeitig sogar Unsichtbarkeit verleiht. Außerdem regeniert dieser Wunderstrampelmann einem zudem noch die eigene Lebensenergie, so dass man in Deckung wieder gut erholen kann. Man wird in ein Krisengebiet geschickt, der gemeine Nordkoreaner hat da die Bevölkerung evakuiert, macht irgendwelche militärischen Tests und der verkörperte Weltpolizist muss mit seinen Jungs jetzt mal nach dem Rechten sehen. Soweit, so gut.
Man startet mit einem Fallschirmsprung auf irgendein koreanisches Atoll, das geht gleich mal schief, irgendwas streift einen im Flug, der Schirm ist im Eimer und man klatscht ins Wasser, doch – oh Zufall, man überlebt – und darf sich zum Rest seines Teams durchschlagen. Das ein oder andere Pixel Blut fließt schon mal bis dahin, da die Gegner einen verwunderlicherweise nicht einfach so passieren lassen wollen, doch ein stet wachsendes Waffenarsenal (man kann aber nur eine begrenzte Anzahl an Waffen gleichzeitig tragen, muss also zwischendurch immer mal wechseln) hilft dem Spieler, dem Herr zu werden.
Jedoch passiert schnell merkwürdig Unerklärbares, ein Teammitglied wird völlig verstümmelt aufgefunden und den Rest des Teams trifft man dann irgendwo hoch auf im Gebirge, wo sich ein -eine Woche zuvor verschollen gemeldetes- Schiff findet. Doch viel Zeit zu überlegen bleibt nicht, da eins unserer geschätzten Teammitglieder plötzlich durch irgendetwas, das durch das Schiff gebrochen kommt, entführt wird.
Exakt so weit geht die Demoversion des Spiels, was mich dann doch zu mehr reizte – und es wurde sich ein interaktiver Actionstreifen. Die Story ist packend, peu-a-peu stellt sich heraus, dass deutlich mehr als die Nordkoreaner am Werke ist, da irgendwelche millionen Jahre alte Technologie aus Versehen zum Leben erweckt wurde. Es dürfen diverse Vehikel, wie Humvees, Panzer, Boote, Helikopter und senkrechtstartende Truppentransporter etc. gesteuert werden wollen – zumeist allein, doch auch immer wieder im Team.
Klar, das Ding ist ein Shooter, so dass es wenig Alternativen als Durchballern gibt, jedoch muss – um der eigenen Gesundheit Willen – oft der Schleichgang und dein Betäubungspfeilchen eingesetzt werden, um nicht innerhalb von Minuten von einer halben Armee aufgemischt zu werden. Mich hat allein an der Demo schon völlig fasziniert, wie sich nahezu alles der virtuellen Umgebung modifizieren – sprich, zerstören – lässt, Hühner, Frösche o.ä. Getier will verjagt und erlegt werden, Palmen knicken nach Beschuss um, Wellblechhütten krachen zusammen – und mit den Einzelteilen kann man anschließend sogar je nach Lust und Laune rumwerfen (was sich im Laufe des Spiels mitsamt der “Erhöhte-Kraft-Einstellung” des Anzugs als durchaus praktisch erwies, um Gegner munitionssparend aus dem Weg zu räumen). Doch die Story reißt immer wieder mit und drängt einen, doch noch ein wenig weiter zu daddeln, um die netten Ideen der Programmierer auch alle entdeckt zu haben, hin und wieder scheint man mitten in einem Mischmasch aus Independent Day, Alien und Rambo gelandet zu sein, grandiose Schlachten, Flug-Einlagen und Schwerelosigkeit inklusive.
Kurzum: Wer die richtige Hardware sein Eigen nennt und nur ein wenig Shooter-affin ist, der sollte Crysis zumindest mal angespielt haben – wer es durchspielen will, der braucht gehörig Zeit (ich habe irgendwann gecheatet, jaja Asche auf mein Haupt – aber soooo wahnsinnig viel Zeit hab ich j auch nicht…) aber kriegt eine Grafik und Gameplay auf höchstem Niveau geboten.

18. August 2008, 09:34 Uhr

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