Warum muss eine Konsole eigentlich überall gleich aussehen? Warum war ich mir die ganze Zeit sicher, Cumulus auf Solaris zu installieren? Warum funktionieren die meisten aller UNIX-Befehle auch unter ubuntu und umgekehrt – und warum sieht alles gleich aus?
Ja, Konsolenebene ist ein Arschloch.
Von vorn: Heute morgen bin ich ins wie geplant ins Rechenzentrum Volgershall gegurkt, um dort mit meinen Kollegen auf einem Server, der sonst zum Flash-Streamen verwendet wird, die neue Version von Cumulus zu installieren. Abgesehen von ein paar Anfangsschwierigkeiten (mein Benutzername war nicht unter den sudoers) hat dann die Installation über ein Shell-Skript eigentlich ohne Probleme geklappt. Blöderweise lief aber der Server nicht. Über “ps -ef” war auch kein Dienst zu entdecken, der auf Cumulus schließen ließ.
Blöde Sache. Das Installationslog wurde dann mit cat auch einmal durchgelesen, dieses gab allerdings vor, dass die Installation ohne sämtliche Probleme durchgelaufen sei. Hmpf. Der dann angerufene Support stellte sich als hochgradig inkompetent heraus, mehr als “öm, äh, öh” gab’s da prinzipiell nicht zu hören – bis auf “Ja, ne, sie müssen das schon als superuser installieren.” Nun gut, dann zum Chef gelatscht, der auf der Kiste root hat, der hat das alles nochmal durchlaufen lassen – mit dem erwarteten Resultat: Genau das Gleiche. Wieder da angerufen, diesmal hörte ich nur mit…
“[...]Ne, das ist keine Solaris, das ist eine ubuntu-Maschine.[...]”
Argh! Ich Vollnase!
Stimmt ja, voll vergessen, hatte ich sogar noch ein paar Tage zuvor mit einem der Kollegen drüber gesprochen, dass eben auf einer ubuntu-Maschine Platz sei, nicht auf den einem der anderen Tomcat-Server, die allesamt eben auf Solaris laufen (und mit denen ich ursprünglich gerechnet hab). Warum muss so eine blöde Konsole über ssh eigentlich auch überall gleich aussehen?
Naja, trotzdem banane, dass das Installationsskript ohne Probleme durchlief. Anschließend also das Linux-Paket installiert, jetzt waren zumindest die zuvor fehlenden Skripte da, maßgeblich, um z.B. den Dienst überhaupt zu starten oder zu beenden (start-admin.sh beispielsweise). Trotzdem lief Cumulus nicht, als ich versucht hab, den Dienst per Hand zu starten, meldete die Kiste eine “illegal operation”. Na prima.
Das mit dem Chef dort telefonisch besprochen, der sich daraufhin mal die Skripte genauer angesehen hat, und merkte, dass alle Installationsordner, binaries und executables dort in falschen Verzeichnissen angegeben waren und hat dies dann manuell korrigiert: Ta-da, es läuft! ![]()
War natürlich klar, dass wir kurz danach gemerkt haben, dass das Skript “install-admin.sh” einzig und allein genau das macht – die anderen Skripte auf die lokalen Bedürfnisse/Einstellungen zu ändern. Ergo war der maßgebliche Fehler der Installation, dass eben dieses Skript zum Ende nicht aufgerufen wurde.
Meine Herren, war das ein Kampf… dafür streite ich mich jetzt noch mit dem WebPublisher, der Web-Komponente des Cumulus, der natürlich auch erstmal nicht will. Ist zum Glück aber nicht soo tragisch, maßgeblich soll eh per Cumulus-Client drauf zugegriffen werden, da ist die Weboberfläche erstmal nicht primär wichtig.
Kommentar von Kraychecker
1 6. September 2008, 16:02 Uhr |
Mit dem Kommando “uname” identifiziert sich das Arschloch von Konsole zumindest brav, mit “uname -a” sogar ausführlich.
Respekt vor Deinen jüngsten Unix-Ausflügen, so etwas macht nicht jeder mal einfach so