Gestern Abend habe ich im Beisein von Steffen mal Googles neuen Browser heruntergeladen und ein erstes Mal ausprobiert, sowie ihn heute einige Male im produktiven Einsatz getestet (zumindest solange ich auf meinem Laptop heute Windows laufen ließ – Chrome gibt es bis dato nämlich noch nicht für Linux oder Mac)
Da sich diverse Seiten schon mit Tests überschlagen hier mein Kurzfazit als Pro/Contra.

Pro:

  • einfache und schnelle Installation – das Ding braucht gerade mal ein halbes MB, dann die Installationsroutine aufgerufen und ruckzuck läuft Chrome auch schon und importiert auch fix Lesezeichen etc. aus Firefox oder Internet Explorer
  • schnell – ja, ich finde, Chrome ist wirklich schnell. Gerade Javascript-lastige Sachen (Typo3, AJAX-Elemente) werden ruckzuck dargestellt und Seiten schneller gerendert
  • schlicht und schnörkellos – so aufgeräumt kam selten ein Programm daher, es geht wirklich ums Browsen, bzw. Web-Anwendungen starten, Flash ist auch gleich dabei und funktioniert tadellos; an diesem Punkt scheiden sich aber wohl die Geister, siehe den ersten Contra

Contra:

  • schlecht zu konfigurieren – wie geschrieben ist der Browser sehr schlicht und damit simpel, aber mir fehlen auch essentielle Einstellungen; Lesezeichen lassen sich irgendwie noch nicht sonderlich toll verwalten, es gibt keine einblendbare Statusleiste und das Tab-Verhalten lässt sich z.B. noch überhaupt nicht konfigurieren, auch die meist besuchten Seiten (ähnlich Opera) zu Anfang lassen sich entweder nur komplett löschen oder gar nicht
  • keine Erweiterbarkeit – dies ist ein Punkt, der vermutlich im Laufe der Zeit müßig sein wird, da Chrome open source ist und ja erst just released wurde, mich stört definitiv zurzeit aber definitiv, wie werbelastig so Internetseiten ja sind – ABP rulz!
  • GoogleUpdater – das ist für mich als alter Taskmanager-im-Blick-Haber der Tod – immer wieder startet dieses Programm im Hintergrund und will auch permanent irgendwas aus dem Netz laden, wie mir meine Firewall verriet. Kanns ja machen – aber halt dann, wann ich’s will, bzw. auch Chrome an sich läuft. Aber einfach unangemeldet im Hintergrund… ne, das finde ich scheiße!

Prinzipiell ein netter Browser, gefällt mir und kann was werden – es ist ja schließlich immer noch eine sehr frühe Beta-Version, ich gehe mal davon aus, dass sich jetzt schon unzählige Menschen mit mehr Zeit und Programmier-Kenntnissen als meiner einer daran machen und Erweiterungen basteln. Solange der letzte Punkt meines Contras aber nicht abgestellt wird – oder man dies zumindest in den Einstellungen unterbinden kann – bleibt das Teil nicht auf meinem Rechner!

3. September 2008, 17:55 Uhr

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Bisher 1 Kommentar zum Artikel

  1. Kommentar von Kraychecker

    Tripel-Contra: Das Teil ist ein Mega-Datenschutz-Alptraum, wie man es von Google ja schon gewohnt ist.
    Es fängt an bei der nicht abstellbaren permanenten Speicherung von Cookies, geht über einen dauerhaft installierten Systemprozess bis hin zu einer eindeutigen ID des Nutzers.

    Technisch und von der Bedienung ist das Teil wirklich nicht schlecht, auch das ist man von Google ja gewohnt. Aber auch Firefox 3.1 wird eine neue, superschnelle JavaScript-Engine haben…

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